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Der Personal Computer (PC) - die 1990er Jahre

In den 1990er Jahren hat sich vieles verändert - der gute alte 'Homecomputer' wurde vom 'PC' / das 'Tape' von der 'CD' und die 'VHS' von der 'DVD' abgelöst. Digital, alles digital ... Die Zukunft!

... die 1990er Jahre begannen so, wie die 1980er Jahre aufgehört hatten! Wir tauschten uns weiterhin fleißig mit Software für den Amiga500 aus und spielten ohne Ende. :-) Im Juli 1990 hatte ich dann meine Lehre abgeschlossen und im Oktober 1990 ging es zur Bundeswehr - für ein Jahr. Glücklicherweise gab es auch bei der Bundeswehr "ComputerFreaks", und einer hatte sogar seinen Amiga500 mitgebracht. Jetzt konnte ich sogar bei der Bundeswehr nach Dienstschluss mit Bier und Knabbereien gegen oder mit den Kameraden spielen.
1991 veränderte sich einiges, im September beendete ich die Bundeswehr, im Oktober fing ich in Frankfurt meine neue Arbeitsstelle an und ich zog in eine Art 'WG' mit 7 Studenten zusammen. Meinen Amiga500 hatte ich mittlerweile verkauft (ich hatte keine Lust mehr) und kaufte mir nun einen Handheld, den "Sega Game Gear" und dachte das reicht für mich. Nach ein paar Wochen merkte ich aber, es reicht doch nicht und ich kaufte mir wieder einen Amiga500.
Mein Nachbar Martin hatte zu dieser Zeit schon einen "PC" und dort schaute ich immer sehr neidvoll über seine Schultern. Im Jahr 1992 war dann klar, ich wollte auch einen "PC" haben! Das Problem, ein "PC" war sehr teuer und ich hatte natürlich (wie immer) kein Geld dafür. Ich überlegte hin und her, bis ich mich dann endlich entschieden hatte. Bei Escom gab es die Möglichkeit einen "PC" auf Raten zu kaufen und das machte ich dann auch. Mein erster "PC" 486DX2/50 mit 80MB Festplatte, 5¼ Zoll und 3½ Zoll Diskettenlaufwerk, DOS, Windows 3.11 und Monitor für 2999DM.
Da es auf dem PC allerdings noch wenig Spiele gab hatte ich meinen Amiga500 natürlich noch behalten und fuhr damit zweigleisig. Ich bakam also weiterhin den neuesten Stuff für den Amiga500 von Tarkus Team und fragte dort auch an wie es denn mit PC-Software aussieht - und es sah gut aus, er hatte auch für den "PC" das neueste da. Ich bestellte mir dann auch gleich mal ein paar Disketten dafür und hatte nun 2 Systeme mit der neuesten Software. Nach einiger Zeit kamen für den "PC" immer mehr guter Spiele raus und ich entschied mich den Amiga500 zu verkaufen und verabschiedete mich damit aus der Homecomputer Szene.
Personal Computer und neue Konsolen
Meine Bank hatte mir mittlerweile "Schecks" zukommen lassen und da ich die mal ausprobieren wollte kaufte ich mir mit einem Scheck im Kaufhaus "Horten" eine neue Konsole. Es sollte das "Sega Mega Drive" sein, da es dort mein Lieblingsspiel "Columns" gab und ich das unbedingt wieder haben wollte. Des Weiteren sollte man für dieses System auch "Raiden" bekommen! Ich bestellte mir "Raiden", aber auf diese Bestellung warte ich leider bis heute noch. Es kam leider nicht in Deutschland raus sondern nur in Japan. Schade! Ich kaufte mir hier und da immer mal ein paar neue Spiele dafür, aber so richtig warm wurde ich damit auch nicht. Also verkaufte ich nach recht kurzer Zeit diese Konsole wieder.
Für den "PC" hatte ich weiterhin den neuesten Stuff und viele meiner Freunde zogen nach und kauften sich auch einen "PC". Somit ging das tauschen auch dort wieder los und die Disketten wurden immer mehr. Man installierte und probierte die Spiele aus, spielte ein paar Runden und dann löschte man diese wieder von der Festplatte - mehr auch nicht. Es wurde halt gesammelt!
Mein erster "PC" kam langsam in die Jahre, da die neuesten Spiele mittlerweile auf CD kamen und viel bessere Grafik hatten. 1995 kaufte ich mir dann einen neuen "PC", einen Pentium1 mit CD-ROM! Jetzt war der Weg frei für die besseren Spiele!

ProFighter X / SNES

Im selben Jahr hatte mich der "Headquarter" von "Tarkus Team" / Braunschweig zu sich nach Hause eingeladen. Diesem folgte ich, da ich sehr neugierig war, und fuhr mit einem Kumpel dorthin. Was ich dort so alles sah, war für mich "Computerfreak" schon der Hammer! Er zeigte mir dies und das, aber eins war für mich Unglaublich: "Pro Fighter X" aus Japan für das Super Nintendo. Eine Kopierstation für Module auf Diskette. Nachdem ich das gesehen hatte war mal wieder klar,

SNES

ich will das auch haben. Also bestellte ich mir bei Ihm das Teil für 900DM inkl. aller Spiele. Das Super Nintendo, was ich noch nicht hatte, kaufte ich gebraucht bei meiner damaligen Arbeitskollegin für 100DM!
Auf dem "PC" kam ungefähr zu dieser Zeit das erste "Command and Conquer" (Echtzeitstrategie) raus. Mein damaliger Nachbar und ich waren sofort begeistert, da man dieses Spiel super gegeneinander spielen konnte. Zusammen kauften wir uns ein Nullmodem-Kabel mit dem wir unsere "PC's" verbinden konnten und spielten dieses Spiel gefühlte 1000mal. Jeden Samstag ab Mittags bis spät in die Nacht hinein spielten wir bei viel Bier und Kippen bis wir nicht mehr konnten. Es war eine tolle Zeit!
Die Zeit verging wie im Flug und meine Sammlung platzte mittlerweile aus allen Nähten. Die Spiele auf dem PC wurden größer und die Grafik immer besser, dadurch musste man den PC immer öfter modifizieren mit neuen Grafikkarten oder mehr RAM! Neue Betreibssysteme wie Windows95 vereinfachteten die Benutzung des Computers und es war nicht mehr notwendig im DOS die "Autoexec.bat" und/oder "Config.sys" zu verändern damit diverse Spiele laufen. Dadurch wurden auch ungeübte Leute mit dem PC langsam warm und fingen an damit zu arbeiten.

1998 / Ich vor dem "PIII"

1997 hatte mein Kumpel ein neues Programm mitgebracht, ein Emulator (MAME), mit dem man die ganzen Spielhallen (Arcade) Spiele spielen konnte. Das war eine super Sache, denn es gab einige gute Spiele, die es nie auf einen Homecomputer oder PC geschafft hatten. Endlich die ganzen Arcade Spiele zu Hause spielen - ein Traum wurde wahr. Des Weiteren gab es noch viele weitere Emulatoren wie zum Beispiel den "Atari2600" oder "Commodore64"-Emulator mit denen man die ganzen alten Spiele von früher spielen konnte. Auch das machte sehr viel Spaß, denn man konnte in Erinnerung von früher schwelgen und dadurch wurde das Thema "Retro" mehr oder weniger geboren.
Im Jahr 1998 kaufte ich mir wieder einen neuen PC, einen Pentium III mit CD-Brenner und Windows98. Von "Tarkus Team" bekam ich jetzt nicht nur den neuesten Stuff an Software sondern auch die neueste Musik (MP3). Die CD's stapelten sich und ich hatte eigentlich gar keinen Plan mehr was ich so alles hatte! Dadurch beschäftigte ich mich immer mehr mit Datenbanken und Kalkulationsprogrammen. Ich machte hier und da irgendwelche Listen und verwarf diese dann schnell wieder. So ging das ganze bis zum Ende des Jahrzehntes weiter! Am 31.12.1999 um 23:59 Uhr warteten wir alle auf den großen Absturz der Computer, aber wie befürchtet kam es nicht, ...
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