Einleitung Tipps
Willkommen zu unseren USA-Reise-Tipps! Ob atemberaubende Nationalparks, pulsierende Metropolen oder endlose Highways – eine Reise durch die Vereinigten Staaten bietet unvergleichliche Vielfalt und Abenteuer. Damit deine Reise reibungslos verläuft, findest du hier
wertvolle Tipps zu Planung, Transport, Dokumenten und vielem mehr.
Von der ersten Idee bis zur Rückkehr nach Hause helfen dir unsere Hinweise, unnötige Überraschungen zu vermeiden und das Beste aus deiner Reise
herauszuholen. Egal, ob du eine Rundreise planst, einen Städtetrip machst oder dich einfach inspirieren lassen möchtest – hier bist du genau
richtig!
Reiseplanung
Da unsere USA-Rundreisen keine typischen All-Inclusive- oder Cluburlaube sind, kommt es auf eine sorgfältige Planung an. Etwa sechs Monate vor
der Abreise beginnen wir mit den Vorbereitungen: Welche Route möchten wir einschlagen? Welche Städte stehen auf unserer Wunschliste? Wie groß sind
die Distanzen zwischen den einzelnen Etappen? Und wo möchten wir übernachten – im Hotel oder Motel?
Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, buchen wir unsere Unterkünfte bereits im Voraus – ganz bequem von zu Hause aus oder über ein
Reisebüro. Auch den Mietwagen (siehe Punkt „Mietwagen“) reservieren wir frühzeitig, damit wir unterwegs flexibel bleiben. Und selbstverständlich
kümmern wir uns rechtzeitig um die Flugbuchung (siehe Punkt „Flug“), damit der Start in unsere Reise möglichst stressfrei verläuft.
Der Flug
Den Flug buchen wir in der Regel etwa sechs Monate vor Reisebeginn – am liebsten nonstop – und sichern uns direkt unsere Wunsch-Sitzplätze. Je
nachdem, wie weit man vom Flughafen entfernt wohnt, gibt’s verschiedene Optionen für die Anreise: Wir fahren entweder mit dem Zug oder lassen uns
bringen. Wer selbst fährt und das Auto am Flughafen parkt, muss allerdings mit saftigen Gebühren rechnen. Alternativ geht’s auch per Taxi oder
Minicar – bequem, aber ebenfalls nicht ganz günstig.
Da bei USA-Reisen strenge Sicherheitskontrollen anstehen, empfehlen wir, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. So bleibt genug
Zeit für den Check-in und die Kontrollen – ganz ohne Hektik. Danach gönnen wir uns meist ein Frühstück im Flughafenrestaurant. Klar, die Preise sind
oft happig, aber nach dem frühen Aufstehen und der Anreise haben wir sowieso ordentlich Hunger. Zuhause fällt das Frühstück vor der Reise ja meist
aus – zu viel Trubel.
🛫 Vor dem Abflug – kleine Rituale, große Wirkung
Wenn wir Glück haben und einen Fensterplatz ergattern, beobachten wir die Flugzeuge auf dem Rollfeld – das stimmt schon mal auf die große Reise ein.
Danach geht’s entspannt zum Gate. Falls noch Zeit ist, schlendern wir durch die Shops oder erledigen letzte Besorgungen. Kurz vor dem Boarding lohnt
sich ein Besuch auf der Toilette – und wer zu Reiseübelkeit neigt, kann vorsorglich eine Tablette nehmen.
🛬 Im Flugzeug – gut versorgt über den Wolken
Während des Flugs heißt es: viel trinken! Aber bitte kein Alkohol und nicht zu viel Kaffee – das bekommt dem Körper nicht so gut. Auch beim Essen
gilt: lieber leicht und nicht zu viel, aber ganz verzichten sollte man nicht. Gerade bei langen Flügen kann’s dauern, bis man am Ziel wieder etwas
bekommt – und niemand will mit Kreislaufproblemen in den Urlaub starten. Die angebotenen Süßigkeiten nehmen wir natürlich trotzdem gerne mit.
Wer ein erhöhtes Thromboserisiko hat, sollte vorher mit dem Hausarzt sprechen – Thrombosestrümpfe oder Medikamente können sinnvoll sein. Aber auch
ohne Risiko gilt: regelmäßig aufstehen, Beine vertreten und die „Flyrobics“-Übungen im Entertainmentsystem ausprobieren – tut gut und bringt den
Kreislauf in Schwung.
🎧 Zeitvertreib über den Wolken
Um die lange Flugzeit angenehm zu überbrücken, gibt’s zum Glück jede Menge Entertainment: Filme, Musik, Spiele – für jeden was dabei. Und wenn
möglich, lohnt es sich, ein bisschen zu schlafen. Das verkürzt nicht nur die Reise, sondern sorgt auch dafür, dass man halbwegs ausgeruht am Ziel
ankommt.
Die Einreise
Nach der Landung geht’s direkt zur Immigration der Customs and Border Protection (CBP) – hier wird geprüft, ob die Einreise tatsächlich gestattet
wird. Auch wenn oft behauptet wird, dass man die ESTA-Genehmigung nicht ausgedruckt mitbringen muss, empfehlen wir: lieber dabei haben! Denn wichtig
zu wissen: Die Genehmigung allein garantiert noch keine Einreise – die endgültige Entscheidung trifft immer der CBP-Beamte.
👮 Was passiert bei der Kontrolle?
- Reisepass und ESTA werden überprüft
- Ein Foto wird gemacht
- Fingerabdrücke werden genommen
- Es wird nach dem Reisegrund gefragt – hier am besten klar und deutlich „Vacation“ sagen, um unnötige Rückfragen zu
vermeiden (außer natürlich bei Geschäftsreisen mit Visum)
💵 Fragen zur Geldmenge? Kein Grund zur Panik.
Manchmal wird gefragt, wie viel Geld man mit sich führt. Das dient nicht der Geldwäschekontrolle (Summen über 10.000 USD müssen angemeldet werden),
sondern soll sicherstellen, dass man sich den Aufenthalt leisten kann. Eine einfache und passende Antwort wäre: „Cash for the first days and credit
card during the vacation.“
Das Ziel dieser Fragen ist immer, sicherzustellen, dass es sich um eine reguläre touristische Reise handelt – und nicht etwa um den Versuch, illegal
einzuwandern oder zu arbeiten.
Nach erfolgreicher Kontrolle gibt’s den Einreisestempel mit dem Datum, bis wann man die USA wieder verlassen muss.
⚠️ Wichtig: Freundlich bleiben!
CBP-Beamte nehmen ihre Aufgabe sehr ernst. Also: Keine Späße, keine unpassenden Bemerkungen – und auf keinen Fall unhöflich sein. Das kann die
Einreise gefährden.
⚠️ Ausreise & Zoll
Bei der Ausreise prüft die CBP erneut den Reisepass und stellt sicher, dass alles ordnungsgemäß registriert ist. Wer hier durchrutscht, könnte
später auf einer Fahndungsliste landen – also besser alles korrekt abwickeln.
Nach der Einreise geht’s weiter zur Gepäckausgabe und anschließend durch den Zoll. In den USA fällt auch der Zoll unter die CBP – anders als in
Deutschland, wo das das Zollamt übernimmt.
🚖 Endlich draußen – und jetzt?
Am Ausgang wartet schon das nächste Abenteuer: Ob Shuttlebus zur Mietwagenstation, Transfer zum Hotel oder ein klassisches Taxi – jetzt beginnt der
Urlaub richtig!
Die Autovermietung
Am besten ist es, den Mietwagen bereits zu Hause zu buchen – entweder über das Reisebüro oder selbst im Internet bei folgenden Plattformen:
- ADAC (wenn man Mitglied ist, bekommt man einen Rabatt)
- Check24.de
- Billiger-Mietwagen.de
- Booking.com
- Expedia.de
Über diese Anbieter kann man sich einen Mietwagen bei verschiedenen Mietwagenstationen wie zum Beispiel Hertz oder Sixt auswählen. Wir bevorzugen den Anbieter Alamo; mit diesem haben wir bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Die Fahrzeugflotte ist groß und die Autos sind recht neu. Wir achten jedoch beim Aussuchen auch immer darauf, dass das Auto nicht so viele Kilometer bzw. Meilen drauf hat.
Man kann in einer sogenannten „Choice-Line“ ein Auto aus der Kategorie auswählen, die man im Vorfeld gebucht hat. Hier ist es wichtig, sich das
Fahrzeug genau anzuschauen: wie bereits erwähnt auf den Kilometerstand achten, das Fahrzeug auf etwaige Kratzer oder Beulen prüfen, die Reifen
kontrollieren und auch die Funktionen von Licht, Blinker, Scheibenwischer, Radio etc. testen.
Ein Navigationssystem ist bei den Fahrzeugen nicht standardmäßig enthalten. Man muss es entweder bei der Anmietung gegen Extragebühr mitbuchen oder
ein eigenes mitbringen. So machen wir es: Wir haben uns vor ein paar Jahren im Walmart ein Navigationssystem gekauft, das uns bis heute gute Dienste
leistet. Extras wie zum Beispiel Kindersitze kosten ebenfalls extra, wenn man diese nicht selbst mitbringt.
Bei der Größe des Fahrzeugs kommt es natürlich darauf an, mit wie vielen Personen man unterwegs ist und welche persönlichen Vorlieben man hat. Wir
wählen immer einen Mittelklassewagen; dieser ist von der Größe für uns beide vollkommen ausreichend, und unser Gepäck findet dort gut Platz.
Natürlich gibt es auch größere Fahrzeuge wie Jeeps oder Muscle-Cars – diese kosten jedoch in der Anmietung mehr und verbrauchen auch mehr Sprit.
Aber das ist natürlich alles eine Frage des persönlichen Geschmacks, welches Fahrzeug man wählt.
Für die Anmietung eines Mietwagens in den USA ist es wichtig, sowohl einen nationalen Führerschein (EU-Führerschein im Checkkartenformat – kein rosa
Führerschein und auch keinen aus der ehemaligen DDR!) als auch einen internationalen Führerschein zu besitzen. Über Letzteren wird immer wieder
diskutiert, dass man ihn nicht brauche und der nationale ausreiche. Es gibt jedoch Anbieter und auch Staaten, die ausdrücklich einen internationalen
Führerschein verlangen. Darum gehen wir auf Nummer sicher und reisen niemals ohne den internationalen Führerschein. Diesen kann man bei der Kfz-Zulassungsstelle des eigenen Wohnorts beantragen und bekommt das Dokument sofort ausgestellt.
Darüber hinaus benötigt jeder Fahrer seinen Reisepass (dieser ist bei einer USA-Reise sowieso unerlässlich) und muss seine Kreditkarte für die
Kaution vorlegen (keine Prepaid-Kreditkarte!). In der Regel benötigt man nur eine Kreditkarte, und zwar die des Hauptfahrers bzw. der Person, welche
das Fahrzeug angemietet hat.
Ganz wichtig ist es, auf die Versicherungsdeckung zu achten, wenn man einen Mietwagen bucht. Die Haftpflichtversicherung sollte mindestens 10 Mio.
Euro betragen. Außerdem sollte eine Versicherung gegen unterversicherte Unfallgegner enthalten sein sowie Vollkasko-, Diebstahl-, Glas- und
Reifenschutz. Im Vertrag legt man auch fest, welche Tankoption man wünscht. In der Regel ist es so, dass man den Wagen mit vollem Tank bekommt und
ihn auch mit vollem Tank wieder abgibt.
Mautgebühren sind nicht inklusive. Man kann per Vertrag vereinbaren, dass man den Betrag vorher zahlt oder später von der Kreditkarte abgebucht
bekommt, wenn man eine Mautstraße befährt. Keine Angst: Es ist nicht für alle Straßen eine Maut fällig! In den USA gibt es auf den Mautstraßen ein
Kamerasystem, das das Fahrzeug inklusive Nummernschild erfasst, und man zahlt die Maut einfach später – so machen wir es zumindest immer, und das
hat bisher ohne Probleme funktioniert. Seltener kommt es vor, dass man die Maut an einem „Häuschen“ bei einem Mitarbeiter direkt in bar oder mit
Kreditkarte entrichtet.
Zu erwähnen ist noch, dass die Mitarbeiter am Mietwagenschalter öfter versuchen, einem ein größeres Fahrzeug oder irgendwelche Extraleistungen
aufzuschwatzen. Dies kann man freundlich, aber bestimmt und ohne schlechtes Gewissen ablehnen.
Ein Punkt noch zum Tanken: In den USA ist es üblich, dass man vor dem Tanken bezahlt. Das heißt, man geht an die Kasse, sagt, für welchen Betrag man
tanken möchte, und hinterlegt diesen Betrag entweder in bar oder per Kreditkarte. Wenn man dann zum Beispiel weniger Geld benötigt, weil der Tank
doch schon voll ist, bekommt man den Restbetrag zurück. Ein kleiner Tipp am Rande: Meist ist es ein paar Cent günstiger, wenn man bar bezahlt.
Weitere Tipps zum Autofahren und Verkehr folgen im nächsten gleichnamigen Punkt.
Autofahren und Verkehr
Das Autofahren in den USA unterscheidet sich in mehreren Punkten vom deutschen Straßenverkehr. Die folgenden Regeln und Empfehlungen helfen
dabei, sicher und stressfrei unterwegs zu sein:
Geschwindigkeit & Überwachung
- Innerorts gelten in der Regel 25–35 mph, außerorts und auf Interstates 55–75 mph
- Geschwindigkeitsbegrenzungen sollten unbedingt eingehalten werden. Es wird häufig kontrolliert – auch in abgelegenen Regionen, oft per Hubschrauber oder kleinen Verkehrsflugzeugen. Die Highway Patrol kann zudem überraschend auftauchen
Polizeikontrollen & Verhalten gegenüber Behörden
- Schaltet ein Polizeifahrzeug hinter dir das Blaulicht ein, sofort rechts anhalten, Motor ausschalten und die Hände sichtbar auf das Lenkrad legen
- Keine hastigen Bewegungen machen (z. B. Richtung Handschuhfach oder Tasche) und keine provokanten Antworten geben
- Bußgelder – etwa wegen zu hoher Geschwindigkeit – sollten ohne Diskussion bezahlt werden. Freundlichkeit hilft immer
- Auch gegenüber der Border Patrol (z. B. an Grenzübergängen) stets kooperativ bleiben. Es kann sein, dass Kofferraum und Dokumente kontrolliert werden
- Ranger in State- und Nationalparks haben polizeiliche Befugnisse. Ihren Anweisungen ist ebenfalls Folge zu leisten, etwa bei gesperrten Straßen
Überholen & Fahrverhalten
- Auf mehrspurigen Straßen darf sowohl rechts als auch links überholt werden. Den toten Winkel unbedingt beachten
- LKW fahren häufig genauso schnell wie PKW und überholen ebenfalls von beiden Seiten
Dokumente
- Führerschein, Ausweis und Mietwagenunterlagen sollten beim Fahren immer mitgeführt werden
Alkohol
- Es gilt 0,0 Promille
- Alkoholische Getränke dürfen nicht im Fahrzeuginnenraum transportiert oder konsumiert werden – auch nicht vom Beifahrer
- Gekaufte alkoholische Getränke immer im Kofferraum verstauen
Wertgegenstände
- Niemals Wertgegenstände oder Taschen im Auto liegen lassen – auch nicht auf bewachten Parkplätzen
- Kinder und Tiere dürfen selbstverständlich nie im Fahrzeug zurückgelassen werden
Carpool Lanes
- Einige Interstates verfügen über Carpool Lanes, erkennbar an diamantförmigen Markierungen
- Zu Stoßzeiten sind diese Spuren Fahrzeugen mit mehreren Insassen vorbehalten
Fahrspuren & Abfahrten
- Große Interstates haben viele Spuren, Abfahrten befinden sich sowohl rechts als auch links
- Manche Spuren werden zu „Exit Only“-Spuren – bleibt man darauf, muss man abfahren
- Der Verkehr kann sehr dicht und fordernd sein; viele Fahrer lassen wenig Raum zum Spurwechsel. Ruhig bleiben und "mit dem Verkehr mitschwimmen"
- Auf kleineren Highways und in kleinen Städten ist das Fahren deutlich entspannter
- In Großstädten wie Los Angeles – besonders zur Rush Hour – sollte man mehr Zeit einplanen, da Staus häufig sind
Ampeln & Abbiegen
- Ampeln hängen meist auf der gegenüberliegenden Straßenseite
- Rechtsabbiegen bei Rot ist erlaubt, sofern kein Schild "No turn on red" dies untersagt. Trotzdem unbedingt auf Fußgänger und Verkehr achten
Kreuzungen & Stoppschilder
- Ein "Rechts vor Links" wie in Deutschland gibt es nicht
- An Kreuzungen ohne Ampeln stehen oft All-Way-Stoppschilder
- Grundregel: Wer zuerst ankommt, fährt zuerst
- Anfangs ungewohnt, funktioniert aber sehr zuverlässig
Schulbusse
- Hält ein Schulbus mit blinkenden Lichtern oder ausgeklapptem Stoppschild, muss der Verkehr in beide Richtungen anhalten
- Weiterfahren erst, wenn der Bus wieder losfährt
Parken
- Rote Markierungen: absolutes Halteverbot
- Blaue Markierungen: ausschließlich für Menschen mit Behinderung
- Parken vor Hydranten ist immer verboten
- Parkuhren sollten genutzt werden, wenn Parken nicht kostenlos ist – Verstöße führen schnell zu hohen Strafen oder Abschleppen
Tanken
- Benzin ("Gasoline") ist günstiger als in Deutschland, besonders außerhalb großer Städte
- Verkauft wird in Gallonen (1 Gallone ≈ 3,8 Liter)
- Viele Tankstellen sind kleine Supermärkte mit Lebensmitteln, Medikamenten, Souvenirs oder angeschlossenen Fastfood-Läden
- Toiletten sind fast immer vorhanden, kostenlos und meist sauber
- Das gilt auch für Rest Areas (Rastplätze), die oft überraschend gepflegt sind
- Dort gibt es häufig Vending Machines für Getränke und Snacks